Leonie-Elaine 1. April 1996 - 1. März 2017

 

Als ich am 27. Februar diesen Jahres am frühen Abend die Palliativstation verließ, war meine letzte Arbeit die Begleitung eines Familien-Abschiedsbildes. Die Kinder malten für ihren Vater, der wusste, das er sterben wird.

 

Am nächsten Morgen wurde meine eigene Tochter Leonie (20), als wartende Fußgängerin an einer Ampel, durch ein aus der Bahn gekommenes Auto getötet. Sie starb kurz nach dem Unfall an ihren schwersten Verletzungen. 3 Monate später malte ich als Mutter meiner Tochter ein Abschiedsbild. Ein sehr schwerer Rollentausch. Das Malen verband uns beide in besonderer Weise, daher widme ich meiner Tochter zur Erinnerung hier eine Seite, deren Inhalt ich immer wieder verändere. 

 

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Leonie liebte Farben, Pinsel, Stifte und gutes Papier. Die Fotografie, das Wort, Textgestaltung und Design. Sie wollte seit kleinauf Innenarchitektin werden und begann dies auch zu studieren. Innenarchitektur war ihr jedoch "zu trocken" und so wechselte sie später an die Hochschule nach Konstanz / Kommunikationsdesign und nie habe ich sie so glücklich an einem Ort und mit ihren Aufgaben erlebt, als dort. Sie war eingebunden in eine Hochschule die mehr als nur Studium war - eine Gemeinschaft aus zugewandten, persönlich engagierten Professoren und Mitstudierenden, die Leonie in ihr Herz geschlossen hatten. Sie liebte, was sie tat. Sie malte, studierte und fotografierte - Stunden täglich und lebte ihre Neigung durch und durch.

 

Viele Zeichnungen und Bilder entstanden schon im Vorfeld in der Schule oder um das Studium herum. Einige wenige möchte ich hier mit Ihnen teilen. Sie zeigen in meinen Augen Leonies Freude an Farbe, Detail und an der Vielfalt und lassen ihren Tiefsinn erkennen.

 

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